Friedrichstadt


Friedrichstadt ist in vielerlei Hinsicht einzigartig in Europa. Dies liegt zum einen an dem weitblickenden „Gründungsvater“ Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf, zum anderen an den aus den Niederlanden vertriebenen „Ureinwohnern“.
Zwar war und ist Friedrichstadt nicht die Handelsmetropole, die sie einmal werden sollte, jedoch als malerisches Kleinod europäischer Historie wird das Holländerstädtchen gern besucht.


Die Gründung Friedrichstadts 1621 war keine nur durch Religionstoleranz begründete Ansiedlung niederländischer Glaubensflüchtlinge. Es ging dem Landesherren vor allem um den Einstieg in den lukrativen Spanienhandel, wobei u. a. hiesiges Getreide exportiert und Salz importiert werden sollte. In wenigen Jahren war der neue Siedlungsplatz mit den Straßen, Grachten und Häuserblöcken vermessen und errichtet, alles nach holländischem Vorbild. Der Ort war und ist bis heute geprägt durch lichte, luftige Straßen- und Wasserzüge, Grünflächen, Plätze und Höfe sowie Giebelhäuser.
In Friedrichstadt spürt man auf Schritt und Tritt noch heute den Hauch der Geschichte, die weiterwirkt z.B. in der Vielzahl kleiner Geschäfte, in der Architektur, den Grachten und Brücken und den steinernen Zeugen der freien Religionsausübung.
Festliche Höhepunkte des Jahres sind die Friedrichstädter Lammtage im Juni und die landesweit bekannten Friedrichstädter Festtage, die traditionell am letzten Juliwochenende stattfinden. Deren Höhepunkt, die Lampionfahrt geschmückter Boote durch die Grachten, zieht am Samstagabend Zehntausende von Menschen an.




Karte Friedrichstadt